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#11 Exclusive Report – Schutzbleche fürs Rennrad!?

Schutzblech Rennrard
Geschrieben von Dirk
Radsport-Training bei kalten und vor allem nassen Bedingungen!
Können Schutzbleche fürs Rennrad Abhilfe schaffen?

Für viele Rennradfahrer ist ihr Sport eher etwas für die schöneren Wetterlagen. Ein bisschen Regen ist okay, aber wenn es in Richtung der kalten Jahreszeit geht, bleibt das zumeist auch recht teure Bike im Trockenen und man steigt auf Rollen- oder Indoortraining um. Doch längst nicht jeder hält das so. Wer regelmäßig draußen und unter nicht wirklich idealen Wetterbedingungen trainieren möchte, der wird schnell merken, dass ein Schutzblech fürs Rennrad einen deutlichen Vorteil bringt. Ich habe mir zwei Lösungen des deutschen Unternehmens SKS, das vor allem als Hersteller des beliebten Rennkompressor bekannt ist, für euch angeschaut.

Falls ihr euch die Schutzbleche vorher schon einmal im ROSE Online Shop angucken möchtet könnt ihr das hier tun:


Schutzbleche für Rennräder von SKS

Ich habe mir für euch das SKS Raceblade Long und das SKS Raceblade Pro (XL) angeschaut. Der Hauptunterschied liegt hier bei der Montage und der Kompatibilität mit verschiedenen Bremssystemen an Rennrädern. Kurz gesagt:

SKS Raceblade Long           =      nur für Rennräder mit Felgenbremse
SKS Raceblade Pro (XL)      =      für Rennräder mit Scheibenbremse oder Felgenbremse

SKS Raceblade Long für den Einsatz an Rennrädern mit Felgenbremse!

SKS Raceblade Pro für den Einsatz an Rennrädern mit Scheiben- oder Felgenbremse!

SKS Raceblade Long

Beim Raceblade Long handelt es sich um einen extra-langen Clip-On-Radschutz, der für Rennradreifen bis zu einer Breite von 25 mm und Rennräder mit Felgenbremse konzipiert wurden. Wie der Name schon sagt, bietet SKS mit dem Raceblade Long einen extrem langen Regenschutz. Das Ende der Radschützer reicht bis unter die Nabenachse und fängt so besonders viel hochgeschleudertes Wasser oder Matsch auf. Nachdem die Metallwinkel am Rahmen montiert sind, können die SKS Raceblade Long Steckschutzbleche in Sekundenschnelle montiert bzw. abmontiert werden – dazu aber unten mehr.
Die Raceblade Long haben eine unverbindliche Preisempfehlung von 44,99€ und sind in den Farben Schwarz und Silber erhältlich.

SKS Raceblade Pro

Die SKS Raceblade Pro Schutzbleche passen an Rennräder mit Scheibenbremsen/Felgenbremsen und einer Reifenbreite bis maximal 25 mm. Sie sind auch als Raceblade Pro XL für Reifen mit einer Breite zwischen 25 und 32 mm erhältlich. Das Befestigungssystem der Steckschutzbleche passt auch an Aero-Rahmen. Der Schutz reicht nicht ganz so tief wie beim Raceblade Long. Die Schutzbleche werden mit einer Kratzschutzfolie geliefert und haben eine unverbindliche Preisempfehlung von 39,99€. Es gibt sie in den Farben Silber, Schwarz, Mattschwarz und Weiß, wobei letztere nur für die Pro Variante, nicht für die Pro XL Schutzbleche erhältlich ist.


Schutzbleche fürs Rennrad:
Pro und Contra

 

Was spricht für die Nutzung von Rennrad-Steckschutzblechen?
  • Schutz von Bike und Fahrer: Okay, dieser Grund liegt auf der Hand. Beim Fahren im Nassen wird von den Reifen Wasser oder fast noch schlimmer Matsch hochgeschleudert. Schutzbleche schützen dich vor Nässe und deinen Rahmen und den empfindlichen Antrieb vor Beschädigungen durch hochgeschleuderte Steinchen im Matsch.
  • Schutz der Mitfahrer: Auch dieser Grund ist recht offensichtlich. Niemand bekommt gerne den hochgeschleuderten Dreck vom Fahrer vor sich ins Gesicht zu bekommen. Schutzbleche verhindern das.
  • Verbessertes Fahrgefühl: Viele Fahrer tun sich leichter damit, aufs Bike zu steigen, wenn sie nicht nach wenigen Minuten einen nassen Hintern haben. Durch den Einsatz von Schutzblechen kannst du eine zu lange Trainingspause im Winter vermeiden und deine Trainingsleistung über den Winter aufrecht erhalten.
Was spricht gegen Schutzbleche am Rennrad?
  • Optik: Für viele Fahrer immer noch der Hauptgrund, warum kein Schutzblech an das flotte Bike kommt – es sieht einfach nicht gut aus.
  • Unzureichender Schutz: Besonders wenn es sehr nass ist, klagen viele Fahrer darüber, dass auch das Schutzblech nur sporadisch schützt.

Besonders bei modernen Steckschutzblechen überwiegen die Vorteile. Natürlich bieten auch sie keinen vollumfänglichen Schutz, aber sie dürften doch ausreichend trocken halten, um dafür zu sorgen, dass ihr beim Biken nicht so schnell krank werdet. Und da die Schutzbleche schnell auf- und wieder abgesteckt werden können, müsst ihr die Einschränkungen in Sachen Optik nur hinnehmen, wenn es auch wirklich nass ist. Und wenn wir mal ehrlich sind, ist eure Gesundheit wichtiger als der Coolness-Faktor. Unterm Strich ist die Nutzung von Schutzblechen besonders in der nasskalten Jahreszeit zu empfehlen. Solltet ihr zu der nicht gerade kleinen Gruppe gehören, die da Vorbehalte habt, würde ich euch ans Herz legen, es mal auszuprobieren.


Die Rennradschutzbleche
von SKS im Praxis-Test

Schutzblech Rennrad

1. Welches Schutzblech ist das richtige für mich?

Welches der SKS Steckschutzbleche das richtige für dein Bike ist, hängt maßgeblich von zwei Faktoren ab:

  1. der Breite deiner Reifen
  2. deiner Bremsanlage

Bei schmalen Reifen (25 mm und weniger) und Felgenbremsen kannst du
das SKS Raceblade Long oder das Raceblade Pro nehmen

Bei schmalen Reifen (25 mm und weniger) und Scheibenbremsen
musst du das SKS Raceblade Pro nehmen

Bei breiten Reifen (25 – 32mm) und Scheibenbremsen
musst du das SKS Raceblade Pro XL nehmen

2. Wie werden Sie Schutzbleche montiert?

Zur Montage der Schutzbleche wird von SKS eine detaillierte Anleitung mitgeliefert. Ebenfalls hat SKS zwei anschauliche Videos erstellt, in denen die Montage Schritt für Schritt erklärt wird. Die Montage des Raceblade Long ist im gegensatz zum Raceblade Pro ein wenig aufwendiger, da hier die Schrauben der Bremsen gelöst werden müssen um die Aufnahmen zu montieren. Sind die Aufnahmen jedoch einmal montiert steht einer schnellen Montage auch hier nichts mehr im Wege. Im Lieferumfang sind hier alle auf dem Bild zu sehenden Aufnahmen:

SKS Raceblade Long Lieferumfang

Die vier oben rechts liegenden Aufnahmen gehören an die Streben des Schutzbleches bzw. an die Steckachsen. Von den restlichen sechs Aufnahmen werden lediglich vier zu Montage an den Bremsen benötigt. Hier gilt vorher zu prüfen, welche Aufnahmenlänge bei dem jeweiligen Rennrad am besten passt. Nachfolgend könnt ihr euch die Montage Videos anschauen:

3. Verarbeitung und Qualität der Schutzbleche

Beide Steckschutzbleche machen von der Verarbeitung her einen guten und soliden Eindruck. Das Befestigungssystem bedingt, dass sie nicht ganz so sicher montiert werden können wie Schutzbleche, die fest mit dem Rahmen verbunden sind, aber dafür können sie schnell angesetzt und abgenommen werden. Beide Modelle sind aus Kunststoff, was sie sehr leicht macht. Wie sich das auf die Haltbarkeit der Schutzbleche auswirkt, wird sich noch zeigen müssen.

4. Das Raceblade Pro (XL) und das Raceblade Long in der Praxis

Neben dem Handling bei der Montage ist natürlich vor allem eines interessant: Wie gut schützen die Schutzbleche vor Nässe? In meinem Praxistest zeigten beide Modelle eine zufriedenstellende Wirkung.
Das für mich wichtigste:

Der Hintern bleibt auch bei stärkerem Regen und sehr nasser Fahrbahn trocken!

Bei den Füßen ist es allerdings so, dass diese bei größeren Pfützen über die Räder ein wenig mit Wasser bespritzt werden. Dies machte mir aber ehrlich gesagt keine Probleme, da ich durch meine Winterschuhe keine nassen Füße bekomme.
Gut gefallen hat mir, dass ich die Schutzbleche schnell an- und abmontieren kann. Denn wenn es nicht regnet, kann man sein schickes Rennrad auch wie gewohnt ohne Schutzbleche fahren. Wenn es aber nass ist, müssen die Schutzbleche schnell ans Bike und vernünftig vor Nässe schützen. Beide Voraussetzungen werden sowohl vom Raceblade Pro XL als auch vom Raceblade Long erfüllt. Das Raceblade Long bietet aufgrund der Tatsache, dass es etwas länger ist, ein bisschen mehr Schutz als das Raceblade Pro. In jedem Fall kann ich beide Modelle für Biker, die bei Regen und/oder nasser Straße nicht mit nassem Hintern durch die Gegend fahren wollen, durchaus empfehlen.


Fazit: Gute Schutzbleche für Rennradfahrer

Insgesamt bietet SKS mit dem Raceblade Pro XL sowie dem Raceblade Long zwei gute Steckschutzblech-Lösungen für Rennradfahrer, die sich beide durch gute Verarbeitung auszeichnen. Durch die Eignung für unterschiedliche Reifenbreiten und Bremssysteme ist für so ziemlich jeden Besitzer eines Rennrads etwas dabei. Beide Modelle haben mich in der Praxis durchaus überzeugt – vor allem das Raceblade Pro XL, da ich gerne etwas breitere Reifen fahre.

Ohne Frage muss man ein paar Abstriche in Sachen Optik machen. Ein Rennrad sieht ohne Schutzbleche einfach besser aus. Aber dieser Umstand wird durch die einfache Montage wieder ausgeglichen: Ihr müsst nur dann mit den Blechen fahren, wenn ihr sie wirklich braucht. Und dann tun sie genau das, was man erwarten würde: Füße, Beine und Hintern vor hochgeschleudertem Regenwasser und Matsch schützen. Und das tun beide Modelle so gut, dass sie für jeden Rennradfahrer eine sinnvolle Ergänzung der Ausrüstung darstellen und ihr Geld wert sind.

Bei den nachfolgenden Links werdet ihr zum ROSE Online-Shop weitergeleitet. Dort findet ihr die aktuellen Verkaufspreise und viele weitere Infos und Bewertungen:

Schutzblech Rennrard

Klare Empfehlung für jeden, der auch bei schlechteren Wetterbedingungen raus aufs Rennrad will!

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